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Grabschrifttafel Wolfs von Bornstedt aus Ogardy

Bald nach Beendigung der Sanierungsarbeiten wird in der Pfarrkirche des Heiligen Stanisław Kostka in Ogardy eine Grabschrifttafel Wolfs von Bornstedt angebracht.

Die Denkmalplatte ist einem der ehemaligen Eigentümer von Ogardy gewidmet. Wolf von Bornstedt ist im Jahre 1561 geboren. Sein Vater war Melchior von Bornstedt und seine Mutter Perpetua von Rohwedel aus Krzęcin. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1571, wo er als minderjähriger Landguteigentümer in Ogardy, Wołogoszcz, Ługi und Gilów erwähnt wird. Aus dem Dokument im Jahre 1572 geht hervor, dass er 5,5 Feldflure in Ogardy und verlassene Felder in Pielichy besaß. Im Jahre 1608 berichtet man über Wolf und Hans von Bornstedt in Ogardy, sowie ihren Vetter Asmus von Bornstedt aus Długie. Wann Wolf gestorben ist bleibt unklar. Man kann vermuten, dass die Platte kurz nach seinem Tod, in der ersten Hälfte des 17. Jhs. angefertigt worden ist.

Das Denkmal hat eine rechteckige Form mit den Ausmaßen von 176 x 86 x 12 cm und wurde im Sandstein angefertigt. An der Tafelverkleidung befindet sich eine sorgfältig geritzte Schrift sowie ein Zitat aus der Heiligen Schrift. Die Tafel befand sich bis 1964 in der Kirche und dann auf dem Kirchengelende.

Der Zustand des Denkmals blieb noch vor Kurzem viel zu wünschen. Die Platte war in drei Teile gebrochen, mit vielen Verlusten und einem verwischten, teilweise beschädigten Text. Die Platte war einer langzeitigen Wirkung der Säuren ausgeliefert, was zu einer starken Versalzung geführt hat. Sie war auch teilweise mit schmierigen ölsubstanzen verunreinigt.

Während der konservatorischen Arbeiten hatte man den Stein entsalzt, gereinigt, die gebrochenen Teile miteinander verbunden und die Verluste vervollständigt. Gleichzeitig fand man eine bisher unbekannte Schrift an der Tafelseite dem Erlöser gewidmet.   

Die Grabschrifttafel Wolfs von Bornstedt aus Ogardy ist ein der ältesten Denkmäler seiner Art im nördlichen Teil der Lebuser Woiwodschaft. Eine ähnliche Tafel, auch dem Stammvertreter von Bornstedt gewidmet, der im Jahre 1641 verstorben ist, blieb in der Pfarrkirche in Dobiegniew erhalten.

Die konservatorischen Arbeiten wurden dank der Bemühungen der Römisch-Katolischen Pfarrbezirk in Ogardy und des Stadtamtes in Strzelce Krajeńskie von Herrn Dr. Henryk Zyzik aus Stettin durchgeführt. Das Vorhaben wäre ohne der Teilnahme und Höflichkeit der Ogardy Einwohner nicht möglich.