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Verteidigungsanlagen aus dem Mittelalter

   Bald nach der Lokation der mittelalterlichen Stadt wurde Friedeberg in den Jahren 1272-1290 mit einer Stadtmauer umfasst - mit den Stadttoren: Mühlentor (gen. Driesener oder Osttor) und Landsberger (Birkholzer) und einem System der Weichtürme. Die Stadtmauer war zusätzlich von Schützen- und Wassergraben der beiden Unter- und Oberseen umgeben. Die Mauer wurde aus Feldsteinen mit Kalkmörtel bis zur Höhe von 8-9 m und Stärke bis 1,6 m ausgeführt. Die Umfassung von 1700 m mit zwei Stadttoren und 38 Weichtürmen. In der Neuzeit befand sich in einem der Weichhäuser ein Pulverlager. An jenem Pulverturm wurde eine für die Löschzwecke gedachte Pforte errichtet. Die Befestigungsanlage begann man schon 1730 zu planieren, am Landsberger Tor entstand ein Exerzierplatz und ab 1738 anstelle des Stadt- und Wassergrabens die Gärten. Einige der Weichtürme wurden bebaut und für Wohnzwecke hergerichtet. Infolge der Verkehrsbehinderung und des Verfalls wurde 1866 das Landsberger Tor abgebaut. Bis heute ist jedoch 1640 m der Stadtmauer mit Höhe von 3-8 m mit dem Mühlentor und 36 halboffenen Weichtürmen erhalten geblieben. Nach dem 2. WK wurde die Mauer in mehreren Etappen renoviert. Dieser mittelalterlichen Stadtbefestigung verdankt Friedeberg-Strzelce den Namen von Carcasonne von der Region Lubuskie.