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Friedebergs Denkmalel

rysunki: Leszek Włodkowski-Moszej


Als Begründung für das Festlegen der Route ist die Geschichte von Strzelce krajeńskie und die bis heute erhaltenen Sehenswürdigkeiten, gelegen in der mittelalterlichen räumlichen Lage, umzingelt von der Stadtmauer.


St.Maria-Rosenkranz-Kollegiate

Gafika objęta prawami autorskimi.

Die Marienkirche wurde gegen Ende des 13. Jh. im gotischen Stil innerhalb der Marktbebauung errichtet. Das Gotteshaus ist aus Backsteinen mit Kalkmörtel auf teilweise sorgfältig bearbeiteten Steinquadern gebaut. Das Gebäude ist orientiert, auf einem viereckigen Grundriss mit einem Westturm. Das Schiffshaus ist dreischiffig mit sechs Jochen mit polygonalem Chorraum an der Ostwand. Ursprünglich war es eine Pseudobasilika mit einem nach Innen offenen Dachstuhl. Nach dem Umbau, der nach den Hussitenkriegen 1433 stattfand schloss man über dem Inneren ein Sterngewölbe mit Seitenbeleuchtung des Hauptschiffes durch die Fenster über den Dächern der Seitenschiffe. Am Ostgiebel befindet sich ein hohes Fenster – heutzutage vermauert – und eine Komposition aus schmalen spitzbögigen Fensternischen und Kreuzmotive in der Giebelkrone. Der Kirchturm ist vierstöckig mit einem Zeltdach in Anlehnung an die Originalform aus der Erbauungszeit. In der Neuzeit erhielt der Turm einen Holzaufsatz mit Kuppel und Laterne über den massiven Turmstumpf. Ein weiterer Umbau der Kirche wurde nach den Plänen von August Stüler und Emil Karl Alexander Flamminius fand in den Jahren 1858-1866 statt. Es wurden Emporen eingebaut, das Innere wurde verputzt und anstelle der historischen Ausstattung wurden neue Elemente gestiftet. Zu den wertvollsten Innenausstattungselementen zählten: monumentale Glasmalerei im Ostfenster von 1861 – Stiftung des preussischen Königs Friedrich Wilhelm und  Hauptaltar mit einem Bild von Kaselowski. Im Jahre 1945 wurde die Kirche verbrannt und die Ausstattung zerstört bzw. verstreut. Die Kirche wurde nach den Kriegszerstörungen wiederaufgebaut in den Jahren 1957-1973. Im Inneren, im Chorraum befindet sich ein aus dem Süden der Woiwodschaft stammender Dreiflügelaltar der Spätgotik aus dem Umkreis des Meisters von Gościszowice.


Hl.Franziskus von Assisi Kirche

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Pfarrkirche Hl.Franziskus von Assisi wurde für den Bedarf der römisch-katholischen Gemeinde 1929 errichtet. Die Katholiker aus Friedeberg gehörten bis dahin der Hl.Kreuz-Pfarre in Landsberg. Aufgrund des Anstiegs der Mitgliederzahl der katholischen Gemeinschaft in Friedeberg und Umgebung wurde mit dem Dekret des Erzbischofs von Breslau eine neue Gemeinde gegründet. Die Kirche ist ein bescheidener Saalbau des Modernismus. Sie ist in Klinkersteinen auf viereckigem Grundriss mit einm im Osten vorgelagerten Chorraum errichtet. Sie ist mit einem Zeltdach mit einem Dachreiter bedeckt. Ins Innere führt ein Portiskus und Eingangshalle in der Westwand. Darüber befindet sich eine Empore. An den Seitenfassaden eine Reihe von schmalen Fenstern mit einem Ziegelpfosten. Der Chorraum wird von einem Rundfenster beleuchtet. Im Inneren sind aus dem Originalinventar u.a.: Altargemälde mit Hl.Franziskus, Malereien auf der Decke, Türen und Fenster überliefert. An der Nordseite entstand parallel das Pfarrhaus in derselben stilistischen Konvention.


Wasserturm der Wasserwerke

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Der Wasserturm wurde in Friedeberg im Jahre 1929 erbaut. Die Wasserquellen befanden sich in dem 4 km entferntem Schönfeld. Die Wasserfassung war mit einem Pumpwerk ausgestattet, mit dessen Hilfe wurde das Wasser in den Turm gespeist. Im Jahre 1945 wurde der Turm durch Artillerie beschädigt. Nach einer kurzen Reparatur ging die Anlage wieder in Betrieb. 1960 wurde die kupferne Dachbedeckung durch Zinkblech getauscht. Die erneute Dachreparatur erfolgte 1987 als das Innere auch gestrichen wurde.  
Der Turm ist im unverputzten Mauerwerk ausgeführt. Der Stumpf hat einen runden Grundriss. Die Walze verjüngt sich nach oben mit einem Kegeldach als Spitze. Der Eingang mit einem geschmückten Portal liegt im Westen. In der obersten Etage befindet sich der Wasserbehälter zu dem die Leitungen geführt sind. Der Wasserturm zeigt die Merkmale des Neorenaissance-Stils. Der Turm verlor ihre ursprüngliche Funktion. Im Inneren nach einer Renovierung und Umbau fand in den letzten Jahren ihren Sitz die Vereinigung der Freunde der Lemken-Kultur „Lemko-Tower”.


Das Grabmal von Ludwig Noster (1859-1910)

3d7b7778f1299be8d4706e054609acc4.pngDas Grabdenkmal für Ludwig Noster und seine Gemahlin Anna, geb. Stabler wurde um 1910 vom Berliner Bildhauer Hans Latt mit einer Medaille des Verstorbenen im Jugendstil ausgeführt. Das Denkmal ist ein Andenken an den berühmten Maler der Berliner Kreise. Ludwig Noster ist am 9. Oktober 1859 in Friedeberg geboren. Sein Vater Heinrich Noster besass hier eine kleine Tischlerwerkstatt. Ludwig absolvierte hier eine Volksschule und das Königliche Gymnasium. Danach ging er nach Berlin, wo er an der Kunstakademie studierte. Er gehörte in dieser Zeit zu den Mitarbeitern des bekannten Berliner Malers der historischen Bilder Adolf Menzel. Als junger Künstler macht er auch eine Studierreise nach Düsseldorf und in die Niederlande. 1885 siedelte er nach Berlin über und drei Jahre später bekam er die Stellung eines kaiserlichen Hofmalers. Ludwig Noster malte überwiegend Landschaftsbilder und Portraits der Personen aus dem politisch-sozialem Milieu: Kaiser Wilhelma II., Prinz Heinrich von Preussen, Graf Arthur von Possadowski, Graf Udo von Stolberg, oder Industrieller Adolf Krupp. 1906 wurde er zum Professor der Berliner Kunstakademie ernannt. Kurz darauf fuhr er aus gesundheitlichen Gründen nach Holland und nachdem entschied er sich nach Friedeberg zurückzukehren wo er am 29. Mai 1910 verstarb.


Stadtbefestigungsanlagen des Mittelalters

40da5a5d60edca123c503acd882616af.pngBald nach der Lokation der mittelalterlichen Stadt wurde Friedeberg in den Jahren 1272-1290 mit einer Stadtmauer umfasst – mit den Stadttoren: Mühlentor (gen. Driesener oder Osttor) und Landsberger (Birkholzer) und einem System der Weichtürme. Die Stadtmauer war zusätzlich von Schützen- und Wassergraben der beiden Unter- und Oberseen umgeben. Die Mauer wurde aus Feldsteinen mit Kalkmörtel bis zur Höhe von 8-9 m und Stärke bis 1,6 m ausgeführt. Die Umfassung von 1700 m mit zwei Stadttoren und 38 Weichtürmen. In der Neuzeit befand sich in einem der Weichhäuser ein Pulverlager. An jenem Pulverturm wurde eine für die Löschzwecke gedachte Pforte errichtet. Die Befestigungsanlage begann man schon 1730 zu planieren, am Landsberger Tor entstand ein Exerzierplatz und ab 1738 anstelle des Stadt- und Wassergrabens die Gärten. Einige der Weichtürme wurden bebaut und für Wohnzwecke hergerichtet. Infolge der Verkehrsbehinderung und des Verfalls wurde 1866 das Landsberger Tor abgebaut. Bis heute ist jedoch 1640 m der Stadtmauer mit Höhe von 3-8 m mit dem Mühlentor und 36 halboffenen Weichtürmen erhalten geblieben. Nach dem 2. WK wurde die Mauer in mehreren Etappen renoviert. Dieser mittelalterlichen Stadtbefestigung verdankt Friedeberg-Strzelce den Namen von Carcasonne von der Region Lubuskie.


Mühlentor

c228359740f49b58bab9c6b0a836f7da.pngDas Mühlentor, genannt auch Driesener oder Osttor wurde in der 1. Hälfte des 15. Jh., wohl anstelle eines früheren Steintores errichtet. Das Tor entstand am Ausgang der historischen Mühlenstrasse und beschützte den Weg am Damm zwischen den beiden Stadtseen. An der Ostseite war das Tor zusätzlich mit einem Vortor in Rundform und Torgang versehen, die 1736 abgerissen wurden. Das Torhaus ist viereckig, im Unterbau aus Feldsteinen und im Oberen aus Backsteinen mit Kalkmörtel gebaut. Der Torturm ist vierstöckig mit einem Satteldach. Die untere Etage füllt die spitzbogige Durchfahrt ursprünglich mit einem Gitter in Leitschiene versehen, die Nische wird von einer Komposition aus Blenden, Fialen und Pinakeln vom Masswerkmuster. In der Westfassade von der 2. bis zur 4. Etage platziert ist eine Komposition aus schmalen Blenden mit Fensteröffnungen. Das Torhaus wurde in den Jahren 1915-17 für den Zweck des Heimatmuseums hergerichtet, wofür an der Nordseite ein Anbau mit dem Treppenhaus entstand. Nach dem 2. WK gab diente es als Stadt- und später Kreis-Kulturhaus, derzeit wird das Tor von der Staatlichen Musikschule des 1. Grades genutzt.


Fangturm

1c6564cf12a6c0a0d08cd84b9e735322.pngGefängnisturm, genannt auch Pulver- oder Hexenturm liegt an der Nordseite der mittelalterlichen Stadt in der Linie der Stadtmauer. Der Baus entstand gegen Ende des 13. Jh. und in der 2. Hälfte des 14. Jh. aus Feld- und Ziegelsteinen auf Kalkmörtel. Das Gebäude ruht auf einem viereckigen, fast quadratischen Grundriss und verjüngt sich in eine flache Walzenform. Auf der Spitze liegt ein Kegelhelm mit Wetterfahne und Aussichtsplattform. An der Nordwestfassade befindet sich ein dreifacher Blendenschmuck mit Spitzbögen. Das Innere in drei Geschosse geteilt wurde mit einer Holztreppe bebaut. Auf jeder Etage liegt ein Raum mit jeweils einem Fenster zwecks Beleuchtung. Im 17. Jh. war hier das Gefängnis und später das Schiesspulverlager. 1783 wurde in die Stadtmauer in der Nähe des Turmes die sog. Feuerpforte – ab 1821 Neues Tor – geschlagen. In den Jahren 1900-1910 wurde der Turm grundlegend saniert mit Ausbesserung der Stein- und Mörtellücken. Einen ähnlichen Umfang hatte die Renovierung im Jahre 1990. Derzeit wird das Gebäude  nicht genutzt.


Rathaus

99fba96f6583dbebfe89f2e1e0cefecd.pngDas Rathaus der Stadt wurde anstelle eines früheren Ratsgebäudes an der Westseite des Marktes errichtet. Das Gebäude entstand in den Jahren 1872-1876 im Neorenaissance-Stil auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Friedeberg Carl Treu. Der Entwurf von 1869 stammt vom Architekten Koehler aus Frankfurt(Oder) mit Modifikation - u.a. Verzicht auf den Turm – von Asmund Schulz. Im heutigen Zustand ist es ein unterkellertes, zweistockiges Gebäude. Die Fassade hat fünf Achsen mit halbrunden Fensterabschlüssen. In der Sockelpartie mit vier Kellerfenstern. Eine Achse nimmt ein repräsentativer Eingangsportal mit zweiflügeliger Tür und Oberlichter. Darüber hängt ein fester Balkon mit Balustern auf doppelten Konsolen und darüber ein Tondo mit dem Stadtwappen. Die Fassade schmücken darüber hinaus Scheinquaderung, Fensternischen, Gesimse zwischen den Geschossen und an der Krönung. Am Abschluss der Frontwand zusätzlich Pinakeln. In den 20. Jahren des 20. Jh. befand sich in der Mitte der Front ein Flaggenmast, abgenommen in der Nachkriegszeit. Eine Drachenfigur des Mastes diente bis zuletzt als Schmuck des Brunnens vor der Kirche. Im Inneren des Hauses eine majestätische Halle und Sitzungssaal des Stadtrates. Im Keller befand sich ursprünglich der Weinkeller, später für die Verwaltung übernommen. Nach dem Krieg war das Gebäude zum Sitz von: Stadtnationalrat, Kreisgericht, Kulturhaus und Bibliothek. Derzeit befindet sich hier das Amtsgericht.


Speicher

5b778d721788dc0db1df80f148d69abb.pngDer Speicher befindet sich vor dem Mühlentor, ausserhalb der Stadtmauer. Dieses Gebäude wurde wahrscheinlich im Jahre 1764 für die ursprünglichen Wirtschaftszwecke (Lager) erbaut. Der Speicher schloss den Hof des St.Gertraud-Hospitals, einer Stiftung aus dem Spätmittelalter. Ein Gebäude auf viereckigen Grundriss mit Fachwerkgiebeln, einstockig mit hohem Krüppelwalmdach. An der Südseite mit einem Anbau. Die Fassaden sind weitestgehend umgestaltet. Ursprünglich an der Nordseite lag eine Durchfahrt und der Haupteingang. Die innere Raumordnung wurde den modernen Zwecken angepasst. Aus der historischen Einrichtung sind einige Schmiedearbeiten erhalten geblieben. Nach dem 2. WK diente der Speicher als Lager dem nahe liegenden Maschinenbetrieb. In den 80. Jahren des 20. Jh. wurde er hrundlegend saniert und umgestaltet. Das Gebäude gehört derzeit dem Kulturverein Strzelecko-Krajeńskie Towarzystwo Kultury.


Postamt

ddecf46c3efcd44d3b416196da75dfad.pngDas Gebäude des heutigen Postamtes wurde 1940 im Stile des Modernismus als Sitz der Sparkasse errichtet. Es ist ein festes Gebäude im Klinkermauerwerk mit sparsamen architektonischen Schmuckelementen, auf Zackengesims begrenzt. Das Gebäude ist unterkellert, zweigeschossig mit einem L-Grundriss und hohem Walmdach. Der Haupteingang liegt an der Nordwestseite. Die Fassaden mit sorgfältig bearbeiteten Aussenseiten sind rhythmisch und symmetrisch gestaltet. Die Innenanordnung ist im Weiten original. Die Einrichtung der Schalterhalle und der Büroräume wurde bei den nachfolgenden Modernisierungen den aktuellen Anforderungen angepasst. Im Haus sind die Zimmererarbeiten aus der Bauzeit erhalten. Nach dem 2. WK wurde das Sparkassengebäude für die Postzwecken umgestaltet. Das historische Postamt im Ort wurde 1945 zerstört.


Wohnhaus an der ulica Północna 36

c74d0653761585ea54d82f20ccae2987.pngDas Haus in der ulica Północna 36 wurde in der Häuserzeile um Mitte des 18. Jh. gebaut. Das Gebäude erstreckt sich auf einem viereckigen Grundriss aufgrund des Strassenbogens und Nachbarbebauung einer Raute ähnlich. Das Bürgerhaus ist zum Teil unterkellert, zweistöckig und mit einem Walmdach gekrönt. Das Fachwerk war ursprünglich mit Lehm gefüllt, später durch Ziegelmauerwerk ersetzt und mit Löschkalk gestrichen. Das Innere hat teilweise noch die historische Aufteilung behalten mit der Durchfahrtsdiele zum Wirtschaftshof. Im Nordosten gab es noch Toreinfahrt. Am Anfang der 90. Jahre des 20. Jh. drohte das Haus einzustürzen. In den Jahren 1993-94 wurde es gründlich saniert mit selektivem Austausch der Bauelemente und bei Widerherstellung der architektonischen- und städtebaulichen Werte.


Sitz der Grundschule

5d74c3ae7bf1ac44491e1bfde803bf19.pngDas Schulgebäude in der ulica Buczka 11 wurde 1889 durch ein lokales Bauunternehmen anstelle der Befestigung der historischen Stadt erbaut. Das Gebäude diente ursprünglich der Mädchenschule. Das Schulhaus ist unterkellert, dreistöckig im Mauerwerk ausgeführt und mit Zeltdach bedeckt. Es entstand auf einem viereckigen Grundriss mit zwei Pseudorisaliten an der Front und der gegenüberliegenden Seite, wo sich die Treppenhäuser und imposante Eingänge befinden. Die Schule ist kubisch mit dreieckigen Spitzen der Risalite. Die Frontfassade mit elf Achsen ist rhythmisch und symmetrisch gegliedert. Die Fensteröffnungen der 2. und 3. Etage sind mit Bogenabschnitten abgeschlossen und zwischen Blenden und Lisenen angeordnet, die den Gesims erreichen und Arkadenfries tragen. Das Innere mit zwei Trakten und beiden quer gelegenen Treppenhäusern. Nach 1945 wird das Haus in der ursprünglichen Funktion genutzt. Die Generalsanierung wurde hier in den 60. Jahren des 20. Jh. durchgeführt. 1982 wurde die Schiferplatten-Dachbedeckung mit Zinkblech erneuert.


Ehemalige Villa, heute Staatsanwaltschaft

1a014d602bb2593ada7fd9475dde5756.pngDas Gebäude befindet sich an der Hauptverkehrsstrasse und wurde 1900 im Jugendstil mit Heimatstilelementen erbaut. Es ist ein festes Gebäude mit Ziegelsteinfassade auf einem unregelmässigen Viereckgrundriss. Das Gebäude ist voll unterkellert, zweistockig mit Risaliten vom Satteldach abgedeckt mit viereckigem Türmchen unter Spitzdach. Die Fassaden mit Klinker und verputzen Fenstereinrahmungen, Schmuckankern und Teilen aus Fachwerk. An der Südseite ein Risalit mit Stufengiebel und grünen Dachsteinen. Der Eingang liegt im Westen. Die Eingangshalle mit originalen Fliesen führt zur repräsentativen Diele mit Kassetendecke und Übergang zum Treppenhaus. Im Haus erhalten sind die Zimmererarbeiten aus der Bauzeit. An der Ostseite eine Terasse aus Holz mit Ballusterbrüstung, Halbbogennische und Dach auf gedrehten Säulen. Vor 1945 lag hier das Strassenamt. Nach dem 2. WK gab es hier ein Kindergarten. Aktuell hat hier die Staatsanwaltschaft ihren Sitz. 2006 wurden die Fassaden saniert, Holzelemente und Dach erneuert.


Wohnhaus an der ulica Saperów 19

1f1abee151a66ee90a0a51e4d89f3ae0.pngDas Giebelhaus wurde an der heutigen ulica Saperów, an der Kreuzung mit ulica Targowa an der Schwele 18./19. Jh. erbaut. Es ist ein Gebäude auf einem vierckigen Grundriss, getragen vom Steinsockel mit Fachwerkaussenwänden, in späterer Zeit vermauert und vollständig verputzt. Das Haus ist teilweise unterkellert mit hohem Krüppelwalmdach. Frontseite hat vier Achsen mit dem Eingang in der dritten Achse. Das innere mit zwei Trakten mit langer Diele, die in der Mitte um das Treppenhaus verbreitet ist. Von der Hofseite steht ein Seitenflügel. In einer Reparatur der Nachkriegszeit wurden architektonische Elemente wie Konsolen, Fenster- und Türeinrahmungen entfernt. 2007 wurde die Dachbedeckung auf Bieberschwanzsteine nach Kronenmuster getauscht.


Wohnhaus an der ulica Saperów 20

3db4faf3f06f6ea620e856ccd045af64.pngDas Giebelhaus an der ulica Saperów wurde an der Schwele 18./19. Jh. errichtet. Das Gebäude liegt auf einem viereckigen Grundriss und Steinsockel mit Aussenwänden in Fachwerk, die grösstenteils vermauert und verputzt sind. Das Haus ist zum Teil unterkellert, zweistockig mit Krüppelwalmdach. Die Frontfassade hat fünf Achsen mit dem Eingang in der zentralen Achse. Die Fenster- und Türöffnungen sind mit profilierten Rahmen umfasst. Das Innere des Hauses hat zwei Trakte mit einer langen Diele und dem Zugang zu Wendeltreppe. Von der Hofseite steht ein Seitenflügel.


Eh. Wohnhaus in der ulica Wojska Polskiego 4

0e227e6f17f6d165de9ccba2af46e677.pngDas Gebäude wurde im 1. Viertel des 19. Jh. im klassizistischen Stil im Übergang zwischen Stadtseen an der Südseite der Strasse errichtet. Wahrscheinlich gehörte es der Müllerfamilie. Es fehlen jedoch genaue Angaben über die ehemaligen Besitzer. Es ist bekannt, dass die Mühlen in diesem Stadtteil bereits seit Mittelalter vorhanden waren. Dieses Haus ist gemauert aus Ziegelsteinen auf Kalkmörtel und liegt auf einem gestreckten Viereck mit ebenso viereckigem Anbau an der Ostseite. Das einstöckige Gebäude ist vollständig unterkellert und mit Krüppelwalmdach abgeschlossen. Die Eingänge liegen an der Frontseite und an hinterer Durchgangsachse. Die Frontfassade hat acht Achsen und ist mit Scheinquaderung geschmückt. Der Eingang liegt in der fünften Achse im Rahmen eines flachen Scheinrisalites. Es sind keine originalen Fenster erhalten. Ursprünglich gab es noch einen Eckeingang, wohl von einem Bogen geschlossen.


Eh. Lehrerseimnar

a7e9720ee8525e3016c94c47107f3d4e.pngDas Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars wurde in den Jahren 1904-1905 erbaut. Es ist ein gemauertes Gebäude aus Ziegelsteinen mit unverputzten Fassaden. Der Hauptteil hat drei Stockwerke, zwei Achsen und steht parallel zu der heutigen Aleja Wolności. Die Fensteröffnungen haben verschiedene Abschlüsse: im unteren Stock sind sie spitzbogig, im 2. tragen Bogenabschnitt und im 3. Etage sind mit einem Vorhang versehen. Bei architektonischen Details finden wir Lisenen, Gesimse und viereckige Blenden. In der Frontwand und im Giebel wurden hohe verputzte Blenden angelegt. An der rechten Seite der Frontfassade sitzt ein grosses Spitzbogenfenster, darüber ein teilweise erhaltener Stufengiebel. Auf dem Grundstück stehen noch Wohnbauten mit Villencharakter, die mit einem Gang an die Schule anschliessen. Sie haben gegliederte Silhouette mit Fachwerkgiebeln, Risaliten und Türmchen auf Sechseck mit einer Kuppel. In der Nähe steht die Turnhalle mit einstöckigem Durchgang zum Hauptportal. Zu dem Komplex gehört ein Park und Garten aus dem frühen 20.Jh., bis heute noch erkennbar. Das Lehrerseminar existierte bis Auflösung im Jahre 1926. Danach diente das Schluhaus als Gymnasium und nach dem 2. WK als Technikum für Agrarmechanisierung.


Eh. Kreisgärtnerei

e8e171353b63ef68f9e163542c51a779.pngEin wertvolles Element der Bebauung der heutigen Aleja Wolności ist das Gebäude der ehemaligen Kreisgärtnerei. Das Gebäude wurde in den Jahren 1927-1928 im Stil des Modernismus errichtet. Der Komplex liegt auf einem unregelmässigen Hufen-Grundriss. Es ist fest gemauertes Gebäude mit Klinkerfassaden und Satteldach. Die Zentralpartie wird von einem Vorhof getrennt und ist mit einem Risalit unter dreieckigen Giebel und Dachlaterne gekennzeichnet. Die Ecken mit Arkadenlauben sind zum Vorhof gedreht. Die Details sind aus Klinkersteinen ausgeführt. Zu hervorzuheben sind die glasierten Fenstereinrahmungen und liebevoll ausgeführten Türen. Nach dem Kriege befand sich hier das Ärztehaus, derzeit die Sozialwohnungen.


Eh. Schützenhaus

1dc325c26f0b176aaa29c7958c7c648b.pngDas Gebäude steht in der ulica Strzelecka in der Nähe einer Anhöhe, die von den Forschern als die vorstädtische Burgstelle indetifiziert wird. Das Haus der Schützengilde wurde im Fachwerk am Anfang des 20. Jh. als weiterer Traditionssitz der Schützen erbaut. Es ist ein viereckiges zweistöckiges Gebäude in der Ost-West-Linie mit einem Satteldach. Die Frontfassade hat zwei Achsen. Der Haupteingang liegt im Risalit von drei Achsen unter einem Dreieckgiebel. Derzeit befindet sich hier der Sitz der Öffentlichen Stadtbibliothek.